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Ducati-Tag in Deutschland
Einige Motorradhersteller führen zur Saisoneröffnung bei allen ihren Vertragshändlern bundesweit zeitgleich einen Tag der offenen Tür durch. Seit einem Jahr beteiligt sich auch Ducati als einziger italienischer Motorradproduzent an diesem Brauch, und so wurde heuer am 10. März zum Ducati-Tag eingeladen. Was jeder einzelne Händler an dem Tag veranstaltet, liegt in seinem eigenen Ermessen. Wir haben in diesem Jahr mal eine zufällige Auswahl von Ducati-Vertretungen besucht und geschaut, was dort los war.
Den Anfang machten wir mit der Firma Hökenschnieder in Bielefeld, die neben Ducati auch noch die Marken Malaguti und Moto Guzzi vertritt. Der Weg dorthin ist einfach zu finden, man muß nur den Hinweisschildern zum Möbelgiganten Ikea folgen und schräg gegenüber findet man dann den Motorradhändler. In diesen Räumen residierte übrigens früher der Aprilia- und Moto Guzzi-Importeur A&G, der mittlerweile nach Düsseldorf umgezogen ist. Wir kamen morgens gegen zehn Uhr an. Zu diesem Zeitpunkt war natürlich noch nicht so viel los, und man konnte noch in Ruhe ein paar Worte mit dem Chef und seinem Team wechseln, was ja spätestens ab Mittag an solchen Tagen aufgrund des üblichen Andrangs kaum mehr möglich ist. Wer ein ausführliches Beratungsgespräch wünscht, sollte sich besser einen anderen Termin als einen Tag der offenen Tür aussuchen, aber das versteht sich ja eigentlich von selbst. 
Ein kleines, kostenloses Buffet lud zum zweiten Frühstück ein, und es wurde auf einer Leinwand das offizielle Video vom letztjährigen World Ducati Weekend auf der Rennstrecke von Misano/Italien gezeigt. Desweiteren konnte man sich über Renntrainings in Polen und das Desmo-Volk, einen lockeren, örtlichen Zusammenschluß von Ducati-Fahrern, die sich immer samstags bei der Firma Hökenschnieder treffen, informieren.
Von Bielefeld aus ging es weiter zum Ducati-Store Frankfurt, der sich aber nicht, wie der Name vermuten läßt, in Frankfurt befindet, sondern in Rüsselsheim ansässig ist. Das ist ein paar Kilometer südwestlich von Frankfurt. Marco Daniele hatte sich für diesen Tag einiges einfallen lassen. Draußen waren ein Festzelt und ein Essensstand aufgebaut. In dem Zelt gab es sogar Live-Musik mit einer italienischen Gruppe. Im Geschäft konnten als Neuheiten die Ducati 996 R, deren Auslieferung gerade begonnen hatte, und eine MH900e bewundert werden. Dazu hatte man für diesen Tag ein Schnittmodell des Testa-Stretta-Motors besorgt, um die technische Weiterentwicklung des Vierventil-Motors zu zeigen.
Mit viel Glück konnte man eine Ducati Monster Dark gewinnen. In einem "Glastresor" befanden sich die dazugehörigen Papiere und der Schlüssel. Doch die Tür dazu war durch ein elektronisches Zahlenschloß verriegelt. Hier konnte man für eine Teilnahmegebühr von einer Mark eine siebenstellige Zahl eingeben. Bei der richtigen Ziffer sollte sich die Tür öffnen. Bis zu unserer Abfahrt am späten Nachmittag hatte es aber keiner geschafft, die richtige Zahlenkombination zu erraten.
Bundesweit fand die Ducati-Saisoneröffnung am Samstag statt, aber einige Händler machten daraus gleich ein komplettes Ducati-Wochenende und hatten auch am Sonntag geöffnet. Der Ducati-Store Frankfurt hatte für den Sonntag ein Frühstück und eine Ausfahrt geplant. Eigentlich wollte man sich am Nachmittag auf einer Großleinwand gemeinsam den Saisonauftakt zur Superbike-Weltmeisterschaft anschauen, aber da machte Eurosport der Planung einen Strich durch die Rechnung und zeigte stattdessen Ski-Springen.
Wir fuhren am Sonntag nach Bischoffen-Niederweidbach, das befindet sich nördlich von Wetzlar, und besuchten dort zuerst die Firma Pari-Moto, die neben Ducati auch Aprilia, Moto Guzzi und Triumph führt. Hier bemühte sich ein junges Team um die Gäste und bot einen kostenlosen Imbiß an. Für Kinder hatte man extra einen kleinen Spielplatz aufgebaut.
Im gleichen Ort wie Pari-Moto befindet sich die Firma Zweiradtechnik Heim, die Ducati-Servicestützpunkt und Vertragshändler für die Marken Cagiva und Laverda ist. Außerdem kümmert man sich dort auch um die Motorräder aus dem Hause Gilera und Moto Morini und bietet einige eigene Zubehörentwicklungen für diese Modelle an. Hier gab es ein paar "Exoten" wie Magni Australia, Gilera Piuma und Gilera CX 125 mit serienmäßiger Einarmgabel zu sehen.
Als Abschluß unserer Wochenendtour hatten wir die Firma Erk in Wolfhagen, westlich von Kassel, ausgewählt. Das Motorradgeschäft befindet sich etwas außerhalb der Stadt direkt an der Landstraße und ist so leicht zu finden. Bei den Firmen, wo wir vorher noch nie gewesen waren, hatten wir auf deren Homepages im Internet nachgeschaut, und fast immer wurde dort eine entsprechende Wegbeschreibung zur Verfügung gestellt. Auf unserer Homepage (www.motalia.de) findet ihr Links zu allen unseren Inserenten, soweit sie eine Internetpräsenz haben. Zur Zeit befindet sich die Firma Erk im Ausbau, sie wurde um zusätzliche Räume erweitert, die noch nicht ganz fertig aber doch schon nutzbar sind. Zusätzlich hatte man ein Festzelt und einen Verpflegungsstand aufgebaut. Es herrschte reger Besuch, und wie bei allen Ducati-Händlern konnte man fast die gesamte Ducati-Modellpalette betrachten.
Die meisten der besuchten Firmen boten auch die Möglichkeit zu Probefahrten mit verschiedenen Bikes, wobei das Ladenschlußgesetzt diese nur innerhalb der normalen Geschäftszeiten zuläßt, da Probefahrten als Verkaufsberatung gelten. |