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Hallo Italofreunde und -freundinnen!
Der Aprilia-Konzern ist mit den Marken Aprilia, Laverda und Moto Guzzi einer der größten Hersteller motorisierter Zweiräder in Italien. Ein, teilweise dank zeitlich be- grenzter, staatlicher Subventionen, stark boomender Rollermarkt in Bella Italia hatte der Marke zu einem Höhenflug verholfen. Starkes Engagement in den Grand Prix- Klassen 125 und 250 verschaffte der Firma einige WM-Titel und einen hohen Be- kanntheitsgrad.
Ende der Neunziger begann man mit der RSV Mille, auch große Motorräder anzu- bieten. Dann gab Aprilia sehr viel Geld für den Kauf und die Sanierung der Firmen Laverda und Moto Guzzi aus. Hier wurden etliche Millionen investiert. Auch das ehrgeizige MotoGP-Projekt mit dem bisher recht erfolglosen Dreizylinder-Motorrad verschlang Unsummen. Man hatte sich eindeutig übernommen. Gleichzeitig brach - eigentlich vorhersehbar - nach dem Auslaufen der staatlichen Subventionen der Rollermarkt in Italien stark ein. Außerdem gab es bei der internen Umorganisation Probleme, die dazu führten, daß einige Händler zeitweise nicht mehr beliefert wurden, was auch nicht gerade umsatzfördernd war. Folglich hat Aprilia mit der Zeit hohe Schulden angesammelt und dazu das letzte Geschäftsjahr mit einem Minus von unge- fähr sieben Millionen Euro abgeschlossen. Jetzt werden einschneidende Änderungen und eine Umorientierung in der Modellpalette überlegt.
Viele neue Modelle, die wohl größtenteils serienreif sind, wurden in den letzten Jahren entwickelt. Der Leonardo 500 mit einem Halbliter-Zweitakt-Motor und Direkt- einspritzung hat das Zeug dazu, neue Maßstäbe bei den Großrollern zu setzen. Gleiches gilt für die V2-Supermoto, die gerade in Belgien ihr erstes Rennen bestritt. Die Laverda SFC 1000 wartet genauso auf die Produktion wie die drei Guzzi- Modelle Breva 1100, MGS-01 und Griso. Es scheint lediglich das Geld zu fehlen, die Modelle auf den Markt zu bringen. Deshalb soll Aprilia auf der Suche nach einem finanzstarken Partner sein. Hoffentlich findet man diesen bald, damit die erwähnten Motorräder schnell in den Handel kommen und die Italo-Szene mit neuen Impulsen beleben.
In diesem Heft haben wir einen Fahrbericht über die Ducati Multistrada und Günter Wimme schreibt von seinen Erfahrungen beim MV Agusta-Fahrertraining. Das 2. Moto Guzzi Daytona-Treffen fand statt, sowie das 2. Italotreffen in Planá/Tschechien. Außerdem stellen wir die neue Aprilia V2-Supermoto-Maschine vor und Christine Reichert erzählt von der Entstehung ihrer kleinen Moto Guzzi Guzzilla. Desweiteren stellen wir die Ducati-Modelle für das Jahr 2004 vor und dann gibts es noch den zweiten Teil von der Benelli-Kennenlern-Tour.
Wie immer gibt es selbstverständlich die ständigen Rubriken: Veranstaltungskalender, Presseschau, Sport, gehört - gesehen - gelesen, regelmäßige Italotreffs und wieder etliche italobezogene Kleinanzeigen.
Euer Motalia-Team |