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Ölthermostat-Nachrüstung an Duc 900
Im sicher vielbeachteten Erfahrungsbericht von Rolf-Michael Hösl über „Öltemperaturen und Ölqualitäten“ (siehe Motalia Nr. 139 vom März 2001 und verschiedene Leserbriefe hierzu in Heft Nr. 140) wurde jedem Leser das Problem bewußt, daß der Betrieb eines Ölkühlers ohne thermostatische Regelung wegen viel zu langer Warmlaufphasen dem Motor durch frühzeitigen Verschleiß nur schaden kann.
Standardlösung für die Duc 900 dürfte der im Zubehörhandel erhältliche Ölkühler-Hochlegungssatz (mit integriertem Ölthermostat) sein. Vorteilhaft daran wäre, daß der Ölkühler mit der Hochlegung aus der angeblich gefährlichen Schmutzzone des Vorderrades entfernt wäre.
Aber diese Lösung hat bei Ducs mit luftgekühltem Motor einen gravierenden Nachteil: Infolge der Hochlegung wird die Zufuhr des Fahrtwindes zum stehenden Zylinder verbaut und dessen Luftkühlung dadurch zumindest stark eingeschränkt, was im „verschärften Fahrbetrieb“ dem Motor eventuell durch Überhitzung schaden könnte. Nachteilhaft ist hier außerdem die Motoroptik, denn was ist von dem am liegenden Zylinder verbleibenden Ventildeckel mit Ölkühlerhalterung oder den auffällig nach oben führenden Ölschläuchen zu halten? 
Meine Alternativlösung geht folglich vom (werkseitig) unten liegenden Ölkühler aus. Vorhandene Ölleitungen und Anschlußstopfen an Motor und Ölkühler werden gegen neue ersetzt und der Lage des Ölthermostaten vor dem Anlasser unterhalb des liegenden Zylinders angepaßt. Aufgrund der relativ kurzen Leitungsstücke hält der Ölthermostat fast von selbst. Ein kleiner Halter fixiert das Gerät zusätzlich. Und die Vorteile liegen nicht nur in der Funktion, denn auch Optik (siehe Abbildungen) und Preis (300 DM) stimmen.
Toni Steinle, näheres unter Tel.: 0751-64047 oder Email: Toni.Steinle@t-online.de |